Blogbeitrag

Gemeinsam durch turbulente Zeiten: Wie du dich verbindest
Aus meiner Arbeit im Bereich Foresight: Im Sommer haben wir für eine Studie zur Zukunft der Bildung und Kompetenzentwicklung rund 200 Wissenschaftlerinnen und Expertinnen befragt, welche Trends sie für das Jahr 2035 erwarten. Eine Erkenntnis wurde sehr deutlich: technische Fähigkeiten bleiben zwar wichtig, doch sie allein reichen nicht aus, um die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – die sogenannten Polykrisen – zu bewältigen. Wir leben in einer VUCA-Welt – volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig – und mitten in diesem Wandel wird eine Ressource immer wertvoller: die Fähigkeit, aufrichtige, wohlwollende Beziehungen zu gestalten – nämlich durch Empathie.
Wenn Bildung sich vor allem auf die Vermittlung von Wissen und standardisierten Fertigkeiten beschränkt, entstehen zwei Probleme: Zum einen bereitet sie junge Menschen kaum auf eine Zukunft vor, in der Kooperation, Resilienz und Sinnorientierung entscheidend sind. Zum anderen übersieht sie das enorme Potenzial, das entsteht, wenn Menschen in ihren individuellen Stärken gefördert werden. Allzu oft liegt der Fokus ausschließlich auf fachlicher Leistung, während soziale und emotionale Kompetenzen – die das Fundament einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft bilden – vernachlässigt werden. Gerade in einer Zeit, in der rechte Ideologien Mehrheiten erzielen, Desinformation um sich greift, aber auch die nationale Sicherheit in Frage gestellt wird und Technologien immer mehr Aufgaben übernehmen, wird deutlich, was uns Menschen einzigartig macht: Empathie, Urteilsvermögen im sozialen Miteinander und Verantwortungsbewusstsein.
Gerade jetzt stehen wir an einem Scheideweg: Wir können eine Kultur des Miteinanders und der gegenseitigen Unterstützung fördern — oder wir laufen Gefahr, uns wieder in hierarchische, exklusive Strukturen zurückzubewegen. Diese Entscheidung ist nicht abstrakt; sie entscheidet darüber, wie resilient und gerecht unsere Gesellschaft in Zeiten von Krisen, Ungleichheit und politischer Polarisierung bleibt. Selbstempathie hat die Macht, hier aktiv zu gestalten — durch systematische Förderung von Selbstkenntnis, Empathie und Verantwortungsfähigkeit fördern wir ein gesundes Miteinander.Wenn du neugierig geworden bist und praktisch einsteigen möchtest: im Herbst gibt es neue Podcast-Folgen und mehrere Präsenzangebote in Köln.
Wie du deinen Empathiemuskel stärkst —
Podcast, Workshops und Coaching
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